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Motor, Akku, Reichweite: die drei Zahlen am E-Bike

Wattstunden sind die ehrlichere Angabe als Kilometer — Reichweite ist eine Rechnung mit vielen Variablen.

Zuletzt überarbeitet: 12. August 2026

Motor, Akku, Reichweite: die drei Zahlen am E-Bike
Foto: OPTIBIKE · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Ein Pedelec unterstützt bis 25 km/h und maximal mit 250 Watt Nenndauerleistung — darüber verlässt man in Österreich und Deutschland den Bereich des Fahrrads und landet bei Zulassung, Versicherung und Helmpflicht. Alle Modelle in dieser Übersicht sind Pedelecs.

Mittelmotor oder Heckmotor

Der Mittelmotor sitzt am Tretlager, hält den Schwerpunkt tief und mittig und arbeitet über die Gangschaltung — am Berg der klare Vorteil. Der Heckmotor schiebt aus dem Hinterrad, fühlt sich auf der Ebene kräftig an und ist günstiger. Am Steilstück geht ihm eher die Kraft aus, weil er nicht von der Schaltung profitiert.

Drehmoment statt Watt

Die 250 Watt sind gesetzlich gedeckelt und deshalb kein Unterscheidungsmerkmal. Aussagekräftig ist das Drehmoment in Newtonmetern: Es beschreibt, wie kräftig der Motor am Berg anschiebt. Für flaches Gelände genügen etwa 40 bis 50 Nm, für Steigungen und Gepäck sind 65 bis 85 Nm angenehm.

Akku: Wattstunden sind die Währung

Volt mal Amperestunden ergibt Wattstunden. Ein 36-V-Akku mit 10 Ah hat 360 Wh, ein 48-V-Akku mit 15 Ah bereits 720 Wh. Nur diese Zahl macht Akkus vergleichbar — Amperestunden allein sind ohne Spannung wertlos.

Warum Reichweitenangaben so hoch ausfallen

Herstellerangaben entstehen in der niedrigsten Unterstützungsstufe, auf ebener Strecke, bei mildem Wetter und mit leichtem Fahrer. Real ziehen Steigung, Gegenwind, Kälte, Reifendruck, Gesamtgewicht und Unterstützungsstufe die Reichweite deutlich nach unten. Als grobe Orientierung liegt der Verbrauch je nach Bedingungen bei etwa 7 bis 20 Wh pro Kilometer.

Was den Akku altern lässt

Dauerhafte Volladung, Tiefentladung und Hitze. Für längere Standzeiten wird ein Ladestand um die Hälfte empfohlen, Lagerung frostfrei und trocken. Ein Akku ist ein Verschleißteil — sein Ersatzpreis gehört in die Kaufentscheidung.

Häufige Fragen

Wie lange hält ein E-Bike-Akku?
Gerechnet wird in Ladezyklen, nicht in Jahren. Nach einigen hundert vollen Zyklen sinkt die nutzbare Kapazität spürbar. Teilladungen zählen anteilig — häufiges Nachladen schadet nicht.
Darf ich mit dem Pedelec auf den Radweg?
Ja, Pedelecs bis 25 km/h und 250 W gelten rechtlich als Fahrrad. Für S-Pedelecs mit Unterstützung bis 45 km/h gelten andere Regeln.

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